Albverein Schwenningen - Jahresprogramm 2017
Sonntag, 11. Juni 2017

Tourenbericht: Winterstaude im Bregenzer Wald Traumtour für Botaniker und Panoramafreaks

Am Sonntag, 11.06.2017 hat der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Schwenningen/Neckar bei herrlichem Wetter eine attraktive, aber auch anspruchsvolle Bergwanderung auf die Winterstaude im Bregenzer Wald durchgeführt. Die Wanderung war mit insgesamt 55 Teilnehmern außerordentlich gut besucht, was nicht zuletzt auf das hervorragende Wetter, aber auch das interessante Ziel zurückzuführen war.

Bereits auf der Hinfahrt nördlich des Bodensees konnte man erahnen, dass das Wetter mitspielt und eine großartige Sicht auf die umgebende Alpenlandschaft versprechen würde.



Die Teilnehmer konnten sich 2 verschiedenen Gruppen zuordnen. Die erste Gruppe mit einer Gehzeit von ca. 6 Stunden wurde von Alexander Müller und Dr. Norbert Noltemeyer geführt, die zweite Gruppe mit einer Gehzeit von etwa 3,5 Stunden von Fritz Wilhelm Lang.


Die Wanderer der ersten Gruppe fuhren von Andelsbuch aus mit dem Sessellift bis zur Mittelstation auf eine Höhe von etwa 1100 m, um von dort aus den ersten größeren Anstieg von etwa 500 Höhenmetern in Angriff zu nehmen,

vorbei an saftigen Kuhweiden und bunten Blumenwiesen.

Für die Gruppe 2 blieb dieser Anstieg erspart. Die Wanderer fuhren mit der Kabinenbahn von Bezau aus auf 1620 m Höhe, um von dort aus zu ihrer Wanderung aufzubrechen.

Am Bergrestaurant Niedere  gab es die Möglichkeit, sich noch mit ein paar Getränken zu versorgen, um frisch gestärkt weiterzugehen. Von ein paar Teilnehmern wurde hier die Möglichkeit genutzt, aus Gruppe 2 in Gruppe 1 zu wechseln, und sich so einige Höhenmeter zu ersparen, aber dennoch die Erstürmung des Gipfels in Angriff zu nehmen.

Auf der Hochebene herschte reger Flugbetrieb. Im Minutentakt startete ein Gleitschirmflieger nach dem anderen.

Vorbei an einem Hochmoor und einer vielfältigen Flora, ging es für beide Gruppen zunächst über den Panoramaweg, vorbei am Fallkopf. Von hier hatte man bereits das Ziel von Gruppe 1, die Winterstaude, vor Augen.


Den Wanderern boten sich herrliche Ausblicke auf den Alpstein mit dem Säntis auf der einen Seite, die Allgäuer Berglandschaft auf der anderen Seite, sowie auf den Bodensee.


An der der Alpe Stonger Höhe trennten sich die Wege der beiden Gruppen. Während Gruppe 2 sich hier bereits an den Abstieg in Richtung Alpe Wildmoos machte, stieg Gruppe 1 weiter in Richtung Tristenkopf auf. Dort angekommen, wurde für Gruppe 1 eine kurze Mittagsrast eingelegt. Aufgrund der Höhe waren schattige Bäume hier leider Mangelware, so dass die Wanderer ihr mitgebrachtes Vesper in der Sonne zu sich nehmen mussten.

Anschließend ging es über den Hasenstrick, einen kurzen, aber ausgesetzen und mit Seilen gesicherten Steig. 

Von hier aus war es nicht mehr weit bis zum Gipfel, von wo aus die phantastischen Ausblicke in alle Richtungen zu bewundern waren.

Nach einer kurzen Pause machten wir uns wieder an den Abstieg in Richtung Alpe Wildmoos.

In der Alpe Wildmoos konnten sich die erschöpften, aber zufriedenen Wanderer beider Gruppen noch einmal stärken, um den letzten Abschnitt zur Mittelstation Sonderdach der Kabinenbahn nach Bezau in Angriff zu nehmen.

Dort angekommen bot sich uns noch einmal ein beeindruckendes Schauspiel, als eine Vielzahl von Gleitschirmfliegern über unseren Köpfen ihre Runden drehten. 

Die Rückfahrt mit dem Bus von Bezau nach Villingen-Schwenningen wurde von vielen Teilnehmern für ein Nickerchen genutzt.