Albverein Schwenningen - Jahresprogramm 2017
Dienstag, 18. April 2017
bis Dienstag, 25. April 2017

Tourenbericht: La Palma

Touren ganz nach dem Geschmack der Wanderer

Schwäbischer Albverein erwandert die reizvolle Kanareninsel La Palma


La Palma, die grüne Insel, wurde für die Wanderer des Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Schwenningen, zu einem grandiosen Naturerlebnis mit abwechslungsreichen Wanderungen und atemberaubenden Panoramen. Die Insel gehört zu den weniger bekannten Inseln der Kanaren und liegt immer noch abseits des Massentourismus. Es ist die Mischung aus Klima, Flora, Vulkanlandschaften, Lavawüsten, Lorbeerwäldern, die La Palma zu einem einzigartigen Wanderparadies machen.

Gewohnt hat die Gruppe in einer Appartementanlage im kanarischen Stil, gelegen in einer botanischen Gartenanlage, nahe der Hauptstadt Santa Cruz. Vor der Haustür der Meeresbadestrand aus feinem tiefschwaren Lavasand.

Das Zentrum der Insel bildet der riesige, im Durchmesser 9 Kilometer breite Vulkankrater „Caldera Taburiente“, mit dem „Rogue des Los Muchachos (2423 m), dem höchsten Berg der Insel. Auf diesem befindet sich das Observatorium mit dem zur Zeit weltweit zweitgrößten
Spiegelteleskop.

Die unterschiedlichen Klimazonen machen La Palma zu einem Minikontinent. In den niederen Küstenzonen herrscht subtropisches Klima. Bananen, Mangos, Ananas, und Papaya gedeihen hier. Über 400 m wachsen  Palmen, Wein, Aprikosen, Kartoffeln und Getreide. In relativ enger Nachbarschaft wachsen subtropische und alpine Pflanzen. In den Lavafeldern ein Blütenmeer und zwischen den Kiefern wachsen Farne und Pilze; Kakteen und Sukkulenten verschiedenster Art.

Die ausgesuchten Touren verteilten sich auf alle Regionen und wurden allen Ansprüchen der Wandergruppe gerecht. Von gemütlichen bis spektakulären Wandertouren, bei herrlichem Wanderwetter, war alles geboten:
Angefangen vom Ausflug in den wildromantischen Norden mit seinen tropisch-grünen Schluchten und seinen uralten sagenumrankten Drachenbäumen, bis hin auf den Kraterrand der Caldera in über 2000 m Höhe. Mit Panoramablick in den steil abfallenden Kraterschlund
und zu den benachbarten Inseln Teneriffa, La Gomera und El Hierro.

Einer der schönsten Wanderungen verläuft innerhalb des Kraters des Nationalparks „Caldera de Taburiente“, mit seinen duftenden Kiefernwäldern, murmelnden Quellflüssen
und fast ringsum überragt von 1000 Meter hohen Felswänden.

Der letzte Wandertag war der legendären „Vulkanroute“ vorbehalten. Eine Kammwanderung auf dem „Cumbre Vieja“ in Richtung Süden. Die Gruppe wanderte stundenlang durch karge Mondlandschachten der Vulkangipfel.

Eine bizarre Landschacht, dominiert von den Braun- und Schwarztönen des Vulkangesteins. Über den Wolken und bei klarer Sicht war der höchste Berg Spaniens, der Teide (3718 m) auf Teneriffa zu sehen.

Eine gelungene Wanderwoche wie man sie sich wünscht.


Heinz Karg